Ein digitaler Produktpass (DPP) ist ein strukturierter Datensatz zu einem konkreten Produkt, erreichbar über einen Datenträger — nahezu immer einen QR-Code —, der auf dem Produkt aufgedruckt oder angebracht ist. Er ermöglicht Käufern, Reparaturbetrieben, Recyclern und Behörden, verlässliche Informationen darüber abzurufen, woraus das Produkt besteht und wie es am Lebensende zu behandeln ist.
Die Kernbestandteile eines DPP
- Eine eindeutige Kennung für den einzelnen Artikel (nicht nur für das Modell).
- Ein Datenträger — ein QR-Code oder Ähnliches —, der zum Pass führt.
- Gestufter Zugriff, sodass jede Zielgruppe nur die Daten sieht, auf die sie Anspruch hat.
- Beständigkeit: Die Daten müssen über Jahre unter einer stabilen URL verfügbar bleiben.
- Eine normfähige Struktur, die auf GS1 Digital Link und JSON-LD abbildbar ist.
Der Batteriepass ist der erste DPP
Batterien sind ab dem 18. Februar 2027 die erste Produktkategorie mit einem verpflichtenden DPP nach der EU-Batterieverordnung. Die ESPR wird das Konzept in den Folgejahren auf Textilien, Elektronik und weitere Kategorien ausdehnen.